Kaum realistische Vorbilder, wenig Sichtbarkeit und Karrierewege, die nicht zeitgemäß sind: Sie alle tragen dazu bei, dass an Österreichs Unis zwar mehr als die Hälfte der Studierenden Frauen sind, aber nach wie vor weitaus weniger Karrieren als Forscherinnen aufnehmen. Darüber diskutierte eine hochkarätige Runde am Montag, 23. Februar, im Klub der Wissenschaftsjournalist:innen vor zahlreichen Mitgliedern angeregt.
Eva Maria Holzleitner, Bundesministerin für Frauen, Wissenschaft und Forschung,
Francesca Ferlaino, Wissenschaftliche Direktorin des Innsbrucker Instituts für Quantenoptik und Quanteninformation und Wissenschafterin des Jahres 2025,
Alexandra Kautzky-Willer, Professorin für Gendermedizin an der Medizinischen Universität Wien und Wissenschafterin des Jahres 2016, und
Johanna Pirker, Informatikerin mit den Forschungsschwerpunkten Games, Virtual Reality und KI, Professorin an der TU München und an der TU-Graz,
waren sich einig: Insbesondere technisch-naturwissenschaftliche Fächer sind geprägt von den Bildern brillanter Männer, die Kraft des Genies Durchbrüche in ihren Fächern erzielen.
Bilder wie diese vermitteln jedoch den Eindruck, dass sie für Frauen wenig Platz hätten. Gleichermaßen seien die Strukturen auch in den Wissenschaften nicht an die Lebensumstände von Frauen angepasst. Nur wenn althergebrachte Narrative und Rahmenbedingungen geändert werden, könnten mehr Frauen in der Forschung reüssieren.
Hier ist der Link zu den Fotos von Franz Reiterer
sowie untenstehend der Bericht von Nikolaus Täuber in der Austria Presse Agentur.
Wir danken den Diskutantinnen und allen, die an dem erfolgreichen Abend teilgenommen haben!
Mit kollegialen Grüßen
für den Vorstand
Eva Stanzl und Tanja Traxler