7.1.2014: Verena Winiwarter ist Wissenschaftlerin des Jahres

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Verena Winiwarter: Wissenschaftlerin des Jahres 2013

Der Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten hat heute vormittag im Presseclub Concordia Univ.Prof. Verena Winiwarter als Wissenschaftlerin des Jahres 2013 vorgestellt. Die Umwelthistorikerin, so Vorsitzender Oliver Lehmann, forsche „an der Schnittstelle von Geistes-, Sozial-, Kultur- und Naturwissenschaften. Interdisziplinarität ist für Winiwarter kein Schlagwort, sondern Basis und Praxis ihrer Arbeit.“ In ihrer  Biographie zeige sich, wie sich exzellente Forschung mit Medienkommunikation vereinigen lasse: „Winiwarter präsentiert ihre Ergebnisse in den wichtigsten peer-reviewed Journalen ebenso wie auf You Tube oder bei den Wiener Vorlesungen“, so Lehmann. Der Vorsitzende des Klubs verwies in diesem Zusammenhang auf die gesellschaftliche Notwendigkeit, Wissenschaft einer breiten Öffentlichkeit zu vermitteln; ein Anliegen, das durch die Auflösung eines eigenständigen Wissenschaftsministeriums und die damit verbundene symbolische Marginalisierung dieses Themenfeldes von besonderer Bedeutung sei.

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Klubvorsitzender Oliver Lehmann überreicht Verena Winiwarter die Trophäe.

Winiwarter ist – seit 2007 – die erste Inhaberin eines Lehrstuhls für Umweltgeschichte. Sie ist zudem Dekanin an der Fakultät für interdisziplinäre Forschung und Fortbildung der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt am Standort Wien. Ein umfassender Lebenslauf findet sich hier.

Winiwarter erläuterte in ihrer Dankesrede, dass Umweltgeschichte die „Lehre von den Nebenwirkungen menschlichen Handelns in der Natur“ sei.  Die Wahrnehmung dieses Handelns sei durch die  langen Latenzzeiten der Auswirkungen schwierig. Dementsprechend wichtig sei es, „Beipackzettel“ für dieses Handeln zu entwickeln, um die Folgen für kommende Generationen verständlich zu machen. Winiwarter verwies ausdrücklich auf ihre Studierenden, die in großer Zahl an der Zeremonie teilnahmen, und forderte, die Forschungsarchitektur des Bologna-System so zu adaptieren, dass junge WissenschaftlerInnen früher in voller Selbständigkeit agieren könnten.

Bildergalerie der Preisverleihung

Neben einer Skulptur aus Aluminiumschaum erhält Winiwarter als Preis – so wie ihre VorgängerInnen – eine Einladung vom Office for Science and Technology in Austria (OSTINA) an der österreichischen Botschaft in Washington, D.C., zu einer Vortragsreise in die USA.

 

  • © Klub der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten
  • Fotograf: Roland Ferrigato
  • Nutzung und Verbreitung im Kontext des Klubs kostenfrei
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